Haustechnik7 Min. Lesezeit

Was kostet eine Wärmepumpe 2026? Ehrliche Preise aus Niederbayern (mit Rechenbeispiel)

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe im Garten eines bayerischen Einfamilienhauses in Niederbayern
P

Geschrieben von

PS Haustechnik

Veröffentlicht am

05. April 2026

Teilen:

Sie überlegen, ob eine Wärmepumpe für Ihr Haus in Straubing, Bogen oder im Landkreis Straubing-Bogen infrage kommt – und fragen sich vor allem eines: Was kostet das Ganze wirklich? In diesem Artikel bekommen Sie ehrliche Zahlen aus der Praxis. Keine Hochglanz-Werbung, keine versteckten Kosten – sondern Preise, die wir als Meisterbetrieb in Niederbayern täglich verbauen, inklusive Förderung 2026 und Rechenbeispiel für ein typisches Einfamilienhaus im Gäuboden.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus (140 m²) kostet 2026 inklusive Einbau zwischen 22.000 € und 35.000 €. Nach Abzug der BEG-Förderung (bis zu 70 %) bleiben realistisch 9.000 € bis 18.000 € Eigenanteil. Die jährlichen Stromkosten liegen bei 800 € bis 1.400 € bei einem modernen Haus. Die Amortisation gegenüber einer Gasheizung erreichen die meisten Haushalte nach 8 bis 12 Jahren.

Welche Wärmepumpen-Arten gibt es – und was kosten sie?

Bevor wir über konkrete Preise sprechen, kurz zur Einordnung: Es gibt drei Haupttypen von Wärmepumpen, die sich in Aufwand, Effizienz und Kosten unterscheiden. In Niederbayern ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der klare Spitzenreiter – einfach weil sie am unkompliziertesten nachrüstbar ist.

1. Luft-Wasser-Wärmepumpe – der Standard im Altbau wie Neubau

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe zieht Wärme aus der Außenluft und überträgt sie auf das Heizwasser. Sie wird im Garten oder an der Hauswand aufgestellt und benötigt keine Erdarbeiten. Genau deshalb ist sie in über 80 % aller Nachrüstungen im Landkreis Straubing-Bogen das Gerät unserer Wahl.

Typische Gerätekosten (ohne Installation):

  • Standard-Gerät (8–12 kW): 9.000 € bis 14.000 €
  • Premium-Gerät mit Propan-Kältemittel (R290): 12.000 € bis 18.000 €
  • Hydraulik-Modul, Pufferspeicher, Warmwasserspeicher: 3.000 € bis 5.000 €

2. Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) – die Effizienz-Königin

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über Erdsonden (Tiefenbohrung) oder Flächenkollektoren. Sie ist deutlich effizienter als Luft-Wasser-Systeme (JAZ 4,5–5,5 statt 3,5–4,2), aber die Bohrungen kosten Geld – und in Bayern ist eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich, was den Zeitplan um 6–12 Wochen verlängert.

Typische Gesamtkosten inkl. Bohrung:

  • Erdsondenbohrung (2 × 80–100 m): 10.000 € bis 18.000 €
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Gerät): 12.000 € bis 20.000 €
  • Installation, Genehmigung, Peripherie: 5.000 € bis 8.000 €
  • Gesamt: 27.000 € bis 46.000 €

3. Warmwasser-Wärmepumpe – nur für Trinkwasser

Kleine Stand-Alone-Geräte, die ausschließlich Warmwasser erzeugen – sinnvoll zur Ergänzung einer bestehenden Heizung, nicht als Vollheizung. Kosten: 2.500 € bis 4.500 € inkl. Einbau.

Infografik: Jahresarbeitszahl JAZ einer Wärmepumpe einfach erklärt
Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe einfach erklärt – je höher, desto effizienter.
Was bedeutet JAZ?

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Eine JAZ von 4,0 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Je höher die JAZ, desto niedriger die Stromkosten. Für die BEG-Förderung ist in bestehenden Gebäuden eine JAZ von mindestens 3,0 gefordert (im Neubau ≥ 4,5 je nach System).

Luft-Wasser vs. Sole-Wasser im direkten Vergleich

KriteriumLuft-WasserSole-Wasser (Erdsonde)
Anschaffungskosten (inkl. Einbau)22.000–35.000 €27.000–46.000 €
Jahresarbeitszahl (JAZ)3,5–4,24,5–5,5
PlatzbedarfAußengerät + Innen-ModulBohrung + Innenraum
Installationsdauer2–3 Tage2–3 Wochen (mit Bohrung)
Genehmigung nötig?Meist neinJa (Wasserrecht)
Lebensdauer15–20 Jahre20–25 Jahre (Sonde 50+)
Lautstärke45–55 dB(A) außenKomplett lautlos außen
Stromkosten p.a. (EFH)1.000–1.400 €750–1.050 €

Fazit: Für 9 von 10 Einfamilienhäusern im Landkreis Straubing-Bogen ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlich beste Lösung. Sole-Wasser lohnt sich, wenn ein Grundstück mit Platz für Bohrungen verfügbar ist und die Wärmepumpe langfristig (25+ Jahre) betrieben werden soll.

Rechenbeispiel: Was kostet eine Wärmepumpe für ein EFH in Straubing?

Nehmen wir ein typisches Einfamilienhaus im Gäuboden: Baujahr 1995, 140 m² Wohnfläche, modernisierte Fenster, Dämmung auf dem damaligen Standard, bestehende Öl- oder Gasheizung. Der jährliche Heizwärmebedarf liegt bei etwa 16.000 kWh.

Komplettkosten Luft-Wasser-Wärmepumpe (11 kW) – inkl. Einbau

Infografik: Kosten-Aufschlüsselung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe 2026 für ein Einfamilienhaus
Kosten-Aufschlüsselung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe für ein EFH mit 140 m² (Netto-Brutto, Stand 2026).

Aufschlüsselung (Beispiel Netto-Bruttopreis, Stand 2026):

  • Wärmepumpe (11 kW, Monoblock mit R290): 14.500 €
  • Pufferspeicher 200 L + Warmwasserspeicher 300 L: 2.800 €
  • Hydraulik-Station, Umwälzpumpe, Armaturen: 2.200 €
  • Hydraulischer Abgleich: 650 €
  • Demontage alte Heizung + Entsorgung: 900 €
  • Montage & Inbetriebnahme (2 Monteure, 3 Tage): 3.400 €
  • Elektroanschluss, Zähler-Anmeldung: 850 €
  • Planung, Antragstellung Förderung: 1.200 €

Zwischensumme (vor Förderung): 26.500 €

BEG-Förderung 2026 – so viel können Sie einsparen

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG / KfW-Heizungsförderung) bekommen Sie mindestens 30 % Grundförderung, plus mögliche Boni: Klimageschwindigkeitsbonus (+20 % bei Tausch einer alten fossilen Heizung, bis Ende 2028), Effizienzbonus (+5 % bei natürlichem Kältemittel wie R290), Einkommensbonus (+30 % bei Haushaltseinkommen ≤ 40.000 € Brutto). Maximale Förderung: 70 % auf bis zu 30.000 € förderfähige Kosten — also bis zu 21.000 € Zuschuss. Bitte aktuelle Fördersätze vor Antragstellung auf kfw.de und bafa.de prüfen.

Förderung für unser Rechenbeispiel

Angenommen, die Familie tauscht eine 22 Jahre alte Ölheizung aus und nutzt ein Gerät mit R290-Kältemittel:

Infografik: BEG-Förderung Wärmepumpe 2026 mit Grundförderung, Klimabonus und Effizienzbonus
BEG-Förderung 2026: Beispielrechnung Grundförderung + Klimabonus + Effizienzbonus = 55% Zuschuss.
  • Grundförderung: 30 % × 26.500 € = 7.950 €
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 20 % × 26.500 € = 5.300 €
  • Effizienzbonus (R290): 5 % × 26.500 € = 1.325 €
  • Gesamtförderung: 14.575 € (55 %)

Eigenanteil nach Förderung: 11.925 € – das sind die tatsächlichen Kosten, die bei Ihnen im Haushaltsbudget landen. Bei zusätzlichem Einkommensbonus (Haushaltseinkommen unter 40.000 €) wäre sogar ein Eigenanteil von nur ca. 8.000 € möglich.

Betriebskosten: Was kostet die Wärmepumpe im Jahr?

Die Anschaffung ist nur die eine Seite. Viel wichtiger für die langfristige Wirtschaftlichkeit ist der laufende Betrieb. Hier eine ehrliche Einschätzung für unser Beispielhaus (16.000 kWh Heizbedarf, JAZ 4,0):

  • Stromverbrauch: 16.000 kWh ÷ 4,0 (JAZ) = 4.000 kWh pro Jahr
  • Mit Wärmepumpen-Stromtarif (ca. 0,26 €/kWh, Bayernwerk & regionale Anbieter): 1.040 € p.a.
  • Zzgl. ca. 500 kWh für Warmwasser: ca. 130 € p.a.
  • Wartung (alle 2 Jahre durch Fachbetrieb): ca. 200 € p.a. (gemittelt)
  • Gesamt-Betriebskosten: ca. 1.370 € pro Jahr

Zum Vergleich: Dieselbe Familie hat mit ihrer 22 Jahre alten Ölheizung zuletzt ca. 2.800 € pro Jahr für Heizöl + 200 € Wartung + Kaminkehrer bezahlt – das sind 1.600 € Einsparung pro Jahr. Bei steigenden CO₂-Preisen wird diese Lücke in den kommenden Jahren eher größer als kleiner.

Stromtarif nicht vergessen!

Viele Eigentümer verschenken Geld, weil sie den normalen Haushaltsstrom für die Wärmepumpe nutzen. Ein separater Wärmepumpen-Tarif spart schnell 300–500 € pro Jahr. Voraussetzung: ein zweiter Zähler (geeichter Zähler) oder ein Kaskadenzähler. Wir richten das bei jeder Installation mit ein.

Warum werden Wärmepumpen manchmal teurer?

Nicht jedes Angebot endet im mittleren Preisbereich. Diese sechs Faktoren treiben den Preis in der Praxis am häufigsten nach oben:

  1. Heizkörper-Tausch nötig: Alte Heizkörper brauchen höhere Vorlauftemperaturen. Bei Bedarf rüsten wir Niedertemperatur-Heizkörper oder eine Flächenheizung nach – ggf. 2.000–6.000 € Zusatzkosten.
  2. Fußbodenheizung nachrüsten: Bei einem Altbau kann es sinnvoll sein, im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung nachzurüsten. Je nach System 60–120 €/m².
  3. Schallschutz zum Nachbarn: In Bayern gilt die TA Lärm (Bayerische Bauordnung Art. 6). Liegen Sie zu nah am Nachbargrundstück, braucht es eventuell eine Schallschutzhaube (+800–1.500 €).
  4. Denkmalschutz oder Fassaden-Vorgaben: Wenn das Außengerät nicht frei aufgestellt werden darf, wird die Installation aufwendiger.
  5. Split-System statt Monoblock: Etwas günstiger in der Anschaffung, aber Fachbetrieb mit Kältemittel-Schein zwingend nötig (haben wir) – rechnet sich nicht immer.
  6. Lange Leitungswege: Wenn der Heizraum weit vom Außengerät entfernt ist, kostet jeder Meter Isolationsleitung Geld.

Amortisation: Wann rechnet sich eine Wärmepumpe?

Infografik: Amortisation einer Wärmepumpe im Vergleich zur Ölheizung über 15 Jahre
Amortisations-Vergleich Wärmepumpe gegenüber Ölheizung: Break-Even nach ca. 7,5 Jahren.

Die ehrliche Antwort: Das hängt stark von Ihrer bisherigen Heizung, dem Dämmzustand und der Förderhöhe ab. Für unser Rechenbeispiel (Eigenanteil 11.925 € nach Förderung, Einsparung 1.600 €/Jahr gegenüber Öl):

  • Amortisation reine Anschaffungskosten: ca. 7,5 Jahre
  • Mit CO₂-Preissteigerung (Prognose): ca. 6 Jahre
  • Restnutzungszeit nach Amortisation: 8–13 Jahre reines Sparen

Wichtiger Nebeneffekt, den viele vergessen: Eine Wärmepumpe steigert den Wiederverkaufswert des Hauses spürbar – laut aktuellen Immobilien-Analysen in Niederbayern im Schnitt um 4–7 % bei vergleichbaren Objekten. Zudem entfällt das Risiko steigender Gas- oder Ölpreise.

Warum Sie uns Ihre Wärmepumpen-Installation anvertrauen können

PS Haustechnik – Meisterbetrieb aus Steinach bei Straubing

15+
Jahre Erfahrung in Haustechnik
100%
Festpreis-Garantie
30 km
Service-Radius um Straubing
≤ 48h
Rückmeldung auf Anfragen

Zertifikate & Qualifikationen

Meisterbetrieb ElektroZertifizierter Wärmepumpen-InstallateurKältemittel-Schein (F-Gase-Verordnung)BAFA-gelistet für FörderanträgeHandwerkskammer Niederbayern

Die Angebote waren transparent, die Installation lief ohne Überraschungen und die Förderung wurde komplett für uns abgewickelt. Nach einem Jahr können wir sagen: Die Zahlen stimmen genau wie prognostiziert.

Familie M.aus Bogen

Häufige Fragen zu Wärmepumpen-Kosten

Kann eine Wärmepumpe auch im Altbau ohne Fußbodenheizung laufen?

Ja, das geht in vielen Fällen. Entscheidend ist die benötigte Vorlauftemperatur. Moderne Wärmepumpen schaffen problemlos 55 °C, manche Hochtemperatur-Modelle bis 70 °C. Liegt der Wärmebedarf Ihres Hauses darunter – was bei den meisten sanierten Altbauten im Gäuboden der Fall ist – läuft eine Wärmepumpe auch mit klassischen Heizkörpern effizient.

Wie lange dauert die Installation?

Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe planen wir 2 bis 3 Arbeitstage für den kompletten Austausch. Sie sind in der Zwischenzeit nicht ohne Warmwasser – wir takten die Arbeiten so, dass Sie maximal einen halben Tag ohne Dusche sind. Bei Sole-Wasser-Systemen mit Bohrung dauert es insgesamt 2–3 Wochen.

Brauche ich bei der Wärmepumpe einen extra Zähler?

Für den günstigeren Wärmepumpen-Stromtarif ja. Der Einbau eines separaten Zählers oder Kaskadenzählers kostet je nach Netzbetreiber (meist Bayernwerk im Landkreis Straubing-Bogen) einmalig 200–400 € plus monatliche Zählergebühr. Die Einsparung beim Strompreis amortisiert das nach 6–12 Monaten.

Muss ich die Wärmepumpe bei der Gemeinde anmelden?

Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe außerhalb von Schutzgebieten in der Regel nein. Wenn Sie jedoch näher als 3 m an die Grundstücksgrenze rücken möchten, prüft das Bauamt den Schallschutz laut TA Lärm. Für Sole-Wasser-Anlagen mit Bohrung brauchen Sie zwingend eine wasserrechtliche Genehmigung – das übernehmen wir für Sie.

Gibt es Wärmepumpen, die auch mit Photovoltaik kombinierbar sind?

Ja, fast alle modernen Wärmepumpen lassen sich in ein Energiemanagementsystem integrieren, das PV-Überschuss bevorzugt an die Wärmepumpe leitet. Bei intelligenter Steuerung decken viele unserer Kunden 30–50 % des Wärmepumpen-Strombedarfs direkt vom Dach. Wenn Sie ohnehin über eine PV-Anlage nachdenken, planen wir das von Anfang an mit.

Kann ich die Förderung selbst beantragen – oder müsst ihr das machen?

Sie können den Antrag grundsätzlich selbst stellen – aber wir übernehmen das bei jeder Installation kostenfrei mit. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten bei der KfW gestellt werden, sonst verfällt die Förderung. Wir kennen alle aktuellen Boni und holen das Maximum für Sie heraus.

Nächster Schritt: Kostenfreier Vor-Ort-Check in Straubing & Umgebung

Jedes Haus ist anders. Die Zahlen oben geben Ihnen eine solide Orientierung, aber die verlässliche Kalkulation kommt aus der Vor-Ort-Analyse: Heizlast berechnen, vorhandene Heizkörper prüfen, passende Wärmepumpe dimensionieren, maximale Förderung sichern.

Wir schauen uns Ihr Haus an und erstellen ein Festpreis-Angebot inkl. Förderrechnung – unverbindlich, im gesamten Landkreis Straubing-Bogen, Deggendorf, Dingolfing-Landau und Kelheim.

Kostenlose Beratung

Kostenlose Wärmepumpen-Beratung vor Ort

Rufen Sie uns an oder nutzen Sie das Kontaktformular. Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden mit einem Termin-Vorschlag.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt!

Kommentar hinterlassen

0/2000

Kommentare werden vor der Veröffentlichung von einem Moderator geprüft.